Zugtrupptraining stärkt Führungsfähigkeit im Hochwassereinsatz
Zwei intensive Zugtrupptraining des Landesverbands Bayern fanden am 14.3. und am 18.4.2026 in der Regionalstelle Bad Tölz statt. Ziel der Veranstaltungen war es, den aktuellen Kenntnis- und Ausbildungsstand von Personal und Material der beteiligten Zugtrupps aufzunehmen, zu bewerten und die Zusammenarbeit unter realitätsnahen Bedingungen weiter zu verbessern.
An den Trainings nahmen Zugtrupps aus den Ortsverbänden Miesbach, Bad Aibling, Rosenheim, Schongau, Landsberg am Lech und Weilheim teil, sowie am ersten Termin die Orstverbände aus Starnberg, Garmisch-Partenkirchen und Geretsried. Zusätzlich unterstützten die Ausbildungsbeauftragten der jeweiligen Ortsverbände als Einspieler das Übungsgeschehen und sorgten für zusätzliche Dynamik innerhalb der Szenarien.
Beispielhaft wurde am 18.4. als Einsatzlage ein Hochwasserszenario im Landkreis Mühldorf, im Bereich Kraiburg, angenommen. Ausspülungen an einem Deich stellten die Einsatzkräfte vor zahlreiche Herausforderungen: Quellkarten mussten gepflegt, Sandsackmengen berechnet sowie Personal- und Mannschaftsstärken fortlaufend überwacht werden. Zusätzlich wurden simulierte Pumpenausfälle in das Szenario eingebracht, die schnelles Reagieren und vorausschauendes Handeln erforderten.
Ein wesentlicher Bestandteil des Trainings war dabei die Kommunikation zwischen den einzelnen Zugtrupps. Sowohl der Sprechfunk als auch der direkte Austausch vor Ort waren entscheidend, um die Lagebewältigung effizient zu koordinieren. Die eingesetzten Beobachter achteten zudem konsequent darauf, dass ausschließlich die zur Verfügung gestellte STAN-Ausstattung verwendet wurde, um möglichst realistische Einsatzbedingungen sicherzustellen.
Die Leitung des Trainings übernahmen Daniel Ertl, Bürosachbearbeiter Ausbildung der Regionalstelle Bad Tölz, sowie Sven Schirmer, Ausbildungsbeauftragter des Ortsverbands Geretsried. Beide zeigten sich mit dem Verlauf des Trainings äußerst zufrieden.
„Das Zusammenspiel der über 30 Teilnehmer war geprägt von hoher Kompetenz und verantwortungsvollem Handeln. Genau diese Zusammenarbeit ist im Einsatzfall entscheidend“, lautete das positive Fazit der Trainingsleitung.
Das Training zeigte eindrucksvoll, wie wichtig regelmäßige und praxisnahe Ausbildungseinheiten für die Einsatzbereitschaft der Zugtrupps sind – insbesondere mit Blick auf komplexe Schadenslagen wie Hochwasserereignisse oder im Zivilschutz, bei denen Führung, Kommunikation und schnelle Entscheidungen über den Einsatzerfolg entscheiden.